8. Stadt Triathlon München 2010
Es ist zwar unwahrscheinlich, dass Lauftreffler für eine Kurzdistanz nach München fahren, aber wir meinen, dass über diese Veranstaltung doch berichtet werden sollte.
Wir versuchen diese Tri-Veranstaltung mit einem Besuch bei meinem Bruder Jörg zu verbinden, allerdings war er dieses Jahr selbst mit dem Rad in den Alpen unterwegs.
Der Stadttriathlon findet im Olympiapark statt. Der Veranstalter MRRC wirbt auf seiner Homepage mit dem schnellsten Wasser der Welt (zurückzuführen auf die vielen Goldmedaillen von Mark Spitz 1972)
Im Olympiabad sind 425 m zu schwimmen. Im Olympiapark werden ca. 19 Km geradelt (d.h. man fährt 5 Runden). Der Radkurs ist flach und rel. schnell, trotz einiger „Ecken“. Auf der Laufstrecke sind 5 Km zu bewältigen; hier sind 3 Runden zu laufen. Nach jeder Laufrunde erhält man ein Haarbändchen. (ähnlich wie beim Ironman in FFM)
Samstag, 29.05.2010
Vor Abholung der Startunterlagen und Wettkampfbesprechung gönnten wir uns erst einmal im Olympiapark auf der Alm bei herrlichem Sonnenschein und netter bayrischer Gesellschaft einen 1 L Krug bayrisches Bier. (Eine Alternative zum Krafttraining mit Hanteln!) Harald nahm noch ein Zweites, damit die Belastung nicht zu einseitig ist!
Da wir dieses Mal nicht bei meinem Bruder übernachten konnten, fuhren wir nach Obermenzing auf den Campingplatz. Der Wetterbericht behielt Recht, es fing am Abend an zu regnen!
Sonntag, 30.05.2010
Um 6:30 Uhr klingelte der Wecker und draußen regnete es weiterhin! Schnell die Sachen zusammengesucht, die wir für den Wettkampf benötigten. Nach einem Frühstück in einer Tankstelle – in Deutschland kann man einfach nicht verhungern - fuhren wir bei Dauerregen zum Olympiapark. Irgendwie war ich an diesem Morgen nicht so richtig strukturiert, was sich später noch mehrmals zeigen sollte.
Dieses Jahr waren wir zum Einchecken 1 Stunde später dran als letztes Jahr, so dass wir vor der Wechselzone auf eine lange Schlange von Triathleten stießen. Da ich laut Zeitplan ab 9:50 h starten sollte, wurde die Zeit immer knapper! Beim Einchecken musste ich den Riemen meines Fahrradhelmes enger schnüren, aber dies wurde letztendlich gar nicht mehr kontrolliert. Harald und ich richteten unsere Wechselzone ein, was bei dem Regen recht schnell ging. Wir verstauten unsere Wechselsachen in einer großen Odlo-Tüte. Harald bemerkte, dass er seine Schwimmbrille im Auto hat liegen lassen. Somit musste er noch einmal zurück, aber er hatte bis zum Start noch genügend Zeit. Ich hingegen war so gut organisiert, so dass mich ein netter Triathlet vor der Schwimmhalle – wir bekamen hier unsere Startnummern mit Filzstift auf den Arm geschrieben – darauf aufmerksam machte, dass ich den Radhelm noch auf hatte. Man könnte meinen, dies wäre mein erster Triathlon, aber mit Nichten! Schnell rutschte ich über die nasse Wiese zu meinem Rad zurück. Hier traf ich auf Harald, der bemerkte, dass ich die Startnummer noch nicht am Rad hängen hatte. Diese war natürlich in meinem Rucksack, den ich mit ins Schwimmbad genommen hätte!
In der Schwimmhalle hörte ich dann, dass sich die Starts um mindestens 15 Minuten verzögern werden. Somit hatte ich selbst auch noch genügend Zeit für Toilettengang und Tri-Einteiler. Ein Blick nach draußen zeigte, dass es aufhörte zu regnen und die Sonne langsam durchkam.
Gegen 10:30 Uhr durfte ich dann endlich in das schnellste Wasser der Welt springen. Während des Schwimmens bemerkte, dass sich mein Chipband am Fuß versucht zu lösen. Am Beckenrand versuchte ich – blöderweise!!! - dieses Band irgendwie wieder zu befestigen, was mir natürlich nicht so recht gelingen wollte. Ich hatte Panik, dass ich den Chip auf dem Schwimmbadboden vorfinden würde, aber Gott sei Dank schwamm mein Band mit dem Chip auf der Wasseroberfläche. Diesen packte ich und schwamm bis zum nächsten Bahnende, wo Harald ihn in Empfang nahm. Nach 10:37 s kam ich endlich aus dem Wasser. Harald wartete bereits am Ausstieg und ich befestigte erneut den Chip an meinem Fußgelenk. Es sollte heute wohl nicht mein Tag sein!
Radfahren und Laufen war dann Gott sei Dank kein Problem mehr. Allerdings musste ich mich ab und an über „Volksradfahrer“ ärgern, die das Rechtsfahrgebot nicht befolgten. (Ähnlich wie beim Frauenlauf in Gießen der Ärger mit den Stöckchengeherinnen!) Öfter habe ich somit von hinten gebrüllt, dass sie doch bitte Platz machen sollten.
Zur eigentlichen Laufstrecke hat man von der Wechselzone erst noch einen Anstieg mit Kopfsteinpflaster zu bewältigen, was nicht so angenehm ist. Auf der großteils flachen Laufstrecke sind kleine Ansteigungen zu bewältigen. Als ich nach 1:19 h ins Ziel lief, fielen die ersten Regentropfen und heftiger Wind kam auf.
Für Harald lief soweit der Wettkampf problemlos. Lediglich auf der Radstrecke hatte er mit teilweise heftigem Wind zu kämpfen.
Als Finishergeschenk gab es dieses Jahr ein rotes Head-Halstuch. (Linda: leider keine weitere Schirmkappe für den nächsten Ironman!)
Im Ziel ist die Verpflegung einfach nur fantastisch! Der Erdingerstand mit reichlich Bier(!) sowie reichlich Süßes und Herzhaftes zu essen. Hier kann sich manch ein Marathonveranstalter eine dicke Scheibe von abschneiden!
Unser Fazit:
Eine schöne Tri-Veranstaltung, auch wenn sie einige Km von Butzbach entfernt liegt! Es lohnt sich dafür mal die bayrische Hauptstadt zu besuchen.
Doris & Harald im Juni 2010