6.45 Uhr, der Wecker piept. Was hören meine Ohren sofort?! Es regnet in Strömen. Mistwetter. Jetzt erstmal aufgestanden, Morgentoilette, gefrühstückt, Laufsachen zusammenraffen und losfahren. Während der Fahrt überlege ich den 10er statt den HM zu laufen.
8.15 Uhr. In der Halle in Treis ist noch wenig los. Und ich bin noch unschlüssig. Gestern noch zum meinem Abteilungsleiter auf die Frage ob ich heute arbeiten könnte, geantwortet: „Ich war gestern da. Und wenn es in Strömen regnet, morgen laufe ich einen Halben.“ Und jetzt stehe ich unschlüssig hier. Ach was soll’s und melde mich zum HM an. Lauf halt mit Laufweste anstatt nur im Shirt.
Die Zeit bis zum Start läuft langsam. Schnalle meinen MP3-Player an und die Startnummer um. Diese ist eingeschweißt und dadurch sehr störend, weil hart. Drehe das Nummernband mit der Nummer auf den Rücken. Ist jetzt besser. Ca. 8.45 Uhr, sehe Gisela mit Christian kommen, sie suchen einen Parkplatz.
Kurz vor dem Start lässt der Regen etwas nach und ich will doch ohne Weste laufen. Schnell zurück zum Auto. Weste ausgezogen und back to the Start. Upps, die zählen schon: 10, 9, 8 … Und ich stehe ganz hinten. Macht nichts.
Los. Überhole schon mal ein paar. Bei KM eins 5,4 Min. Bin ich zu schnell? Fühl mich aber gut. Regen wird wieder etwas stärker, aber das macht nichts mehr, das wechselt während des Laufs sowie noch öfter. Pünktlich zur ersten langen Steigung ertönt „Running up that hill“ von Kate Bush. Klasse. Und 3-4 Läufer ziehen an mir vorbei. Sehr schöne wechselhafte Strecke, vergleichbar mit Schiffenberger Tal (aber nicht so chaotisch, bessere Streckenposten, keine Möglichkeit sich zu verlaufen). Und zwischen KM 8 und 9 überhole ich sogar auf einer Steigung ein paar Läufer. Moment, ich überhole auf einer Steigung Läufer. Was ist los?
Bei KM 10 eine Zeit von 58.30 Min. Schade, wegen dem vielen Regen keine gute Aussicht auf die Landschaft. Aber zum Laufen ideal. Schöne Strecke durch Wald und Flur. Fühle mich noch gut und erhöhe das Tempo. Zwischen den Kilometerschildern messe ich nur noch 5 Min. Und überhole fast auf jeder Steigung ein paar Läufer. Bin mal gespannt wie lange ich das durchhalte. Zwischen KM 16 und 17 ist neuer Splitt im Wald eingestreut worden. Fühlt sich etwas an wie auf Sand zu laufen. Und das auf einer leichten Steigung. Steigungen, die haben heute Spaß gemacht, getreut dem Spruch vom Pink Panther: „Net so schlimm!“
Ab KM 19 geht es fast nur noch flach und ich kann das Tempo halten. Klasse. Bei 1.54.50 Std. komme ich ins Ziel. Und bin noch nicht mal richtig außer Atem. Was ein Lauf. Fühle mich nur gut. Und Gisela und Christian empfangen mich. Die zwei waren auch sehr, sehr gut drauf. Gisela hat in ihrer Altersklasse die 2te gemacht mit 52.58 Min. beim 10 KM-Lauf. Und Christian hat beim 5 KM-Lauf den Gesamtzweiten mit einer Zeit von 22.16 Min hingelegt. Wow!
Hab mir dann noch Kuchen für zu Hause mitgenommen, bin in der Firma kurz vorbei und habe die arbeitenden Kollegen bedauert, bevor ich mich mit Kaffee und Kuchen auf die Couch gelegt habe.
Der Tag war klasse und der Lauf ist echt zu empfehlen.
Gruß
Matthias