Home
Kinder-Lauftreff
Verein
Kalender/Laufticker
Laufstrecken
Triathlon
Lauftreff-Termine
Einsteigerkurs 2011
Einsteigerkurse
Berichte 2011
Berichte 2010
Berichte 2009
Berichte 2008
Berichte 2007
Amsterdam Marathon
Schwarzwald Marathon
Medoc Marathon 2007
Arendseetriathlon
Maibach Triathlon 07
Zugspitzlauf 2007
Tirol Speed Marathon
Karstadt Marathon
Mainz Marathon
Oberelbe Marathon
Jochen & Lothar
Weiltalweg Marathon
Bonn Marathon
Leipzig Marathon
PaderbornerOsterlauf
Hambacher Marathon
Berichte 2006
Berichte 2005
Berichte 2004
Für Mitglieder !
HR 1 Laufwette
5. MitLauf 2007
4. MitLauf 2006
3. MitLauf 2005
2. MitLauf 2004
1. MitLauf 2003
Stolpersteinlauf
Hausberglauf 2007
Forum
Links
Kontaktformular


Besucher
Seit 01. September 2011

40. Schwarzwald-Marathon (und ich war doch noch dabei!)


Im Januar 2007 bei der Urlaubsplanung (Schwarzwald war angedacht) schaute ich auch gleichzeitig nach, ob in der Gegend ein HM zu laufen sein könnte. Und siehe da: Ein Jubiläumsmarathon bzw. HM stand am 14. Oktober 2007 in Bräunlingen auf dem Marathonplan. Also wurde in der Nähe die Ferienwohnung gebucht.


Nachdem ich mich ca. ein halbes Jahr darauf gefreut hatte, kam im Sommer dann eine dreimonatige gesundheitliche Zwangspause und ich habe den HM im Schwarzwald schon abgeschrieben. Anfang September fing ich dann langsam wieder an zu trainieren. Nach etwa 4 Wochen machte ich einen 18 km langen Testlauf und kam zu der Überzeugung, den HM im Schwarzwald trotz Höhenunterschied von 200 m doch laufen zu können. Zielzeit war 2.15 h bis 2.20 h. Lydia war zwar nicht unbedingt begeistert, setzte dann aber auch meine Vernunft, den Lauf langsam anzugehen.


Die Veranstaltung geht über 2 Tage und da ich mich aufgrund der Erkrankung nicht vorher angemeldet hatte, fuhren wir schon am Samstag nach einem Ausflug über Bräunlingen zurück. Dort meldete ich mich dann an um am Sonntag etwas stressfreier zum Lauf fahren zu können. Für jeden gab es wie üblich eine Tüte mit ein paar Riegeln und Werbungsmaterial. Das Besondere aber waren die Falke-Laufsocken, welche jeder LäuferIn dazu bekam.


Eine interessante Broschüre „Chronik zum 40. Schwarzwaldmarathon“ fand sich in der Tüte ebenfalls. In diesem sind alle SiegerInnen aufgeführt. Ebenso die treuesten Teilnehmer ab 20 Teilnahmen aufwärts. Tatsächlich ist auch ein Mann dabei, welcher bis dahin tatsächlich 39 Teilnahmen verzeichnen konnte. Und er war auch dieses Jahr wieder dabei, diesmal (vielleicht aufgrund seines Alters?) beim 10 km Nordic-Walking. Ich habe bewusst geschrieben dass dies ein Mann war, nicht um die Männer hervorzuheben, sondern weil bei dieser Veranstaltung es auch durchaus eine Frau hätte sein können. Denn schließlich handelt es sich dabei um den weltältesten Frauen- und Naturmarathon. Hier in Bräunlingen konnten sich 1968 zum ersten Mal auch Frauen anmelden. Zwar noch nicht offiziell vom DLV abgesegnet, aber auch nicht beanstandet. Ebenso interessant ist ein Ausschnitt eines Zeitungsartikels vom 11. Oktober 1971, in welchem die Teilnahme von 1.505 LäuferInnen diesen zum bis dato größten Marathonlauf der Welt machten (selbst Boston hatte bisher noch keine solch große Teilnehmerschar gehabt). Im Heft finden sich dann auch noch schöne alte Aufnahmen und man kann gut erkennen wie sich die Laufbekleidung im Laufe der Jahre sehr verändert hat. Vor 40 Jahren liefen eine ganze Reihe Hobbyläufer tatsächlich in Unterhemden einen Marathon.


Gut informiert bei welch einem historischen Jubiläumslauf ich mitlaufen würde, stand ich am Sonntagmorgen auf. Und musste tatsächlich erst einmal ohne Eiskratzer mein Auto vom geforenen Nass befreien. Der Nebel war angefroren. Auf der Fahrt nach Bräunlingen verzog sich der Nebel allerdings schnell und es kam die Sonne raus. Klasse! Vor dem Start dann die üblichen Sachen wie Tasche abgeben usw. Und dann raus ins Starterfeld und bei Zielzeit 2.20 h eingereiht. Ganz schön kalt, aber je mehr LäuferInnen sich dazu stellen, desto wärmer wird es. 9.30 Uhr fällt der Startschuss und es dauert 2 Min bis ich über die Startlinie komme. Langsam setzen sich an die 2.000 Marathonis bzw. HMarathonis in Bewegung. An der Stadtkirche vorbeikommend gleich das erste große „Stimmungsnest“. Der „Parrer“ steht mit seinen Ministranten und der Kirchengemeinde draußen, feuert an und die Kirchenglocken läuten was das Zeug hält. Überhaupt gab es unterwegs immer wieder größere und kleinere Stimmungsecken, selbst auf Wald, Feld, Wiesen etc. Bis KM 3 sehe ich kein KM-Schild (übersehen oder keines da?). Stelle dann gleich fest, dass ich mit gut 17 Min. eigentlich zu schnell unterwegs bin. Hatte ich gar nicht vor. Und dann ging der Anstieg um 200 m bis KM 12 los. Aber diese Steigungen waren nicht so schlimm wie im Höhenprofil dargestellt. Gleichmäßig und auf die lange Strecke verteilt hat man sie meistens gar nicht gespürt. Die VS waren gut ausgestattet. Bei der ersten gab es ganz leichte Versorgungsprobleme, da sich die Masse noch nicht so arg auseinander gezogen hatte. War mir sowieso egal, da ich heute nur die Sonne, die tolle Landschaft und überhaupt den Lauf genießen wollte. Nach KM 3 konnte man fast 2 KM der Strecke einsehen, da sich der Weg in einer Kurve bis zum ersten Waldstück hochzog. Und so bot sich ein tolles Bild aus dem hinteren Läuferfeld bis zum Wald. Eine recht bunte Schlange von LäuferInnen. Die ersten verschwanden gerade im Wald. Bei strahlendem Sonnenschein sah das echt klasse aus. So ging es dann durch den Schwarzwald dahin. Ab KM 12/13 ging es dann stetig bergab, auch durch 2 kleinere Ortschaften mit großen Stimmungsmachern. Nach KM 13 lief dann der HM mit dem Ganzen wieder zusammen, was leider zur Folge hatte, das die KM-Beschilderung für die HM’s weg fiel. Dadurch wurde es mir schwerer mein Tempo nach KM zu bestimmen und zu überprüfen.


So lief ich dann mehr nach Gefühl und kam mit einer Nettozeit von 2:05:06 h im Ziel an. Wow, sehr viel schneller als ich mir vorgenommen hatte. Vielleicht lag es an den, eine halbe Std. vor dem Start gekauften, neuen Kompressionslaufstrümpfen. Ein anderer Hersteller (diese benutzen auch die Ironmänner/-frauen Bracht, Vytrisal, Brede usw.), welcher von sich behauptet, die Socken als einziger richtig zu stricken. Jedenfalls ist mir der Lauf richtig gut bekommen, keine schweren Beine danach und so. Für mich heißt das jedenfalls, ich kann zwar (noch) nicht meine alten Durchschnittszeiten von knapp unter 2 Std laufen, aber es geht schon wieder richtig gut nach 3 Monaten Zwangspause und erst 6 Wochen Training. Hurra, ich bin wieder dabei. Und empfehle diesen Lauf allein wegen der schönen Landschaft.


Matthias Engel


Lauftreff Butzbach  |  thomas@lauftreff-butzbach