Mainz Marathon am 9. Mai:

Wetter: Trocken, 10-15 Grad, kaum Wind

Stimmung: An bestimmten Stellen große Nester, weite Teile jedoch Zuschauerarm.

Strecke: Bis auf die Brücke, die jedoch 2 x zu laufen war, fast topfeben, in der Innenstadt ist es sehr schön, der große Teil der Strecke fand ich jedoch eher langweilig.

Publikum: die Sambatänzerin war aäeioiheidenei, in der ersten Runde engagiert, in der 2. Runde waren dann die Reihen bei den Zuschauern wie Läufern lichter.

Teilnehmer: 415 Frauen und 2358 Männer

Siegerzeit: Frauen 2:33:56, Männer 2:18:36

Schnell-Ergebnisse: Den 2/3-Marathon liefen Ralf und Matthias Hand in Hand in 2:08:47,5 Stunden bis zum Halbmarathon, Ralf lief dann in 2:50:17 ins Ziel, Matthias in 2:53:52 Stunden. Im Marathon hagelte es Bestzeiten: Klaus-Jörg verbesserte sich beim 2. Mal auf irre 3:44:35, Holger lief bei seinem "Ersten" fantastische 3:38:46, Thomas lief erstmals unter 3:15, genau 3:14:53, am Rande......: Marco Diehl wurde 18er in wieder neuer Bestzeit von 2:45:22.

 

Nach der gestrigen wunderbaren Nudelparty beim Pino konnte der heutige Lauf nur ebenso gut werden.

Schon im Mainzer Parkhaus traf ich Holger, der dann mit meiner Familie und mir im Zuckeltempo zur Rheingoldhalle ging, hier fanden wir ein großes Gedränge vor, per Handy erreichten wir Matthias und Ralf. Kurze Begrüßung, Abgabe der Kleiderbeutel und schon trennten sich unsere Wege schulterklopfend und glückwünschend. Nochmal kurz in die Büsche, dann begab ich mich zum Startgelände, schon zischten die Handbiker vorbei. Vom Rhein sah ich dann eine vielköpfige Laufgruppe vom Skiclub Neuenstein in einheitlichen Trikots, vorneweg zwei Plakatträger. Auf dem Banner stand sinngemäß "Ein Verein läuft einen Marathon". Die Gruppe lief den kompletten Marathon gemeinsam. Klasse Idee. Ca. 40 Läufer und Läuferinnen kamen zeitgleich ins Ziel. Dann ging ich zum Startbereich, wo ich noch Klaus-Jörg traf. Also alle komplett. Schon 7 Sekunden nach dem Startschuß lief ich über die Chipmatten. An der Theodor-Heuss-Brücke vorbei gings auf der Rheinallee strack Geradeaus. Ein Streckensprecher schickte uns mit den Worten "Jetzt kommt ihr in die Hölle, ihr kommt nach Mombach" weiter. Schon nach 4 Kilometern die erste Möglichkeit entgegenkommende Läufer zu sehen, was sich noch mehrmals wiederholt. Auf dem Rückweg bei KM 6 kamen mir schon Ralf und Matthias entgegen. hier und da ein paar Stimmungsnester, sonst viele Leerräume, die Strecke hier geht teilweise duch Industriegelände, eher dröge. Später allerdings durch die innenstadt....boaah ey. Volles Stimmungsgedränge, dann die o.g Sambatänzerin (vielleicht krieg ich nochn Foto von Ihr). Auf der Weisenauer Straße wieder Gegenlaufverkehr, allerdings auf ca. 7 Kilometer. Klaus-Jörg kam mir entgegen, ca. 17 Minuten hinter mir, verdammt schnell....zu schnell ?. Weiter am Start und Halbmarathonziel vorbei, diesmal rechts ab auf die Th-Heuss-Brücke nach Hessen rüber. 6-7 KM Tote Hose, im Heimatland is nix los. Die Steigung auf der Brücke zieht allerdings ganz schön rein. Eine erste Schwächephase macht sich bei mir breit, wohl doch zu viel gemacht in den letzten Wochen. Zurück über die Brücke sah ich meine Familie, wo mein Hund grade ein Kinderwagen samt Inhalt umgerissen hatte, nix passiert. Ich habs eh nicht mitbekommen, also weiter zum 2.ten mal nach Mombach, gähn... . Ab KM 35 bekomme ich den zweiten Wind. Bei KM 38 wieder an der Sambatänzerin vorbei. Nochmal Gas gegeben und mit neuer Bestzeit über die Ziellinie. Den Tränen nahe hol ich meine Tasche, schalt mein Handy wieder ein und bekomme eine SMS von Wiebke und Bernd. Sie hatten mich im Fernsehen beim Zieleinlauf gesehen. Crazy. Dann Duschen im BW-Zelt, warmes Wasser von oben satt in einer 15 cm hohen Fußpilzvermehrungswanne. Als ich wieder fertig angezogen war, sind schon alle im Ziel mit Superzeiten und topfit.

Meenz wie es singt und lacht halt....

Thomas Härtel, 9. Mai 2004, 21.30 Uhr