 |
 |   |

Gemeinsamer Lauf von Butzbach nach Bodenrod am 18.06.2006
Es war ja gar net so steil
Unser gemeinsamer langer Lauf von Butzbach nach Bodenrod (Butzbachs höchstgelegenerm Stadtteil) startete bei idealen Lauftemperaturen am 18. Juni 2006 ziemlich pünktlich um 9 Uhr an den Tennisplätzen. Nachdem endlich alle Läuferinnen und Läufer und Leiterinnen und Leiter auf dem Gruppenfoto und Gepäck und Verpflegung in den entsprechenden Fahrzeugen untergebracht waren ging es für uns Langstreckler endlich los. Um das schöne Panorama der Wetterau zu genießen, liefen wir erst mal durchs Degerfeld und über die Felder in Richtung Pohl-Göns. Für prickelnde Spannung sorgte die Überquerung der B3 mitten in der Windhofkurve – natürlich mit breit gefächerter Läufergruppe! Nachdem diese Hürde überwunden war ging es fröhlich plaudernd und trappelnd durch den Griedeler Wald zum Butzbacher Marktplatz. Auf dieser Etappe hatten wir auch schon die ersten Verluste zu beklagen: 3 Läuferinnen waren abhanden gekommen! Wie sich später herausstellte, machten sie nur einen kurzen Verwandtschaftsbesuch. Vom eher wenig bevölkerten Marktplatz trabten wir durchs Schlossgelände, am EinsA-Markt vorbei zum AB-Kreisel und schon waren wir an der ersten Verpflegungsstation in Griedel. Bestens gestärkt mit Flaschen voll und Blasen leer machten wir uns auf den nächsten Streckenabschnitt via Nieder Weisel und Ostheim nach Hoch Weisel. Wir hätten natürlich auch den direkten Weg von Nieder Weisel nach Hoch Weisel nehmen können, aber natürlich wollten wir nicht auf die Runde um den idyllischen Ostheimer Löschteich verzichten. Die Sonne gab ihr Bestes, Grillen zirpten, Mücken spielten in der warmen Luft und hin und wieder wehte sogar ein kleines Lüftchen - es könnte aber auch Fahrtwind gewesen sein. Zugegeben, die Strecke zog sich ein bisschen wie Kaugummi war aber alles in allem problemlos zu bewältigen. Thomas musste die Ersten immer wieder mal zügeln, was ihm bis kurz vor Hoch Weisel auch gelang. Als aber die nächste „Tankstelle“ förmlich schon zu riechen war gab es kein Halten mehr. Auch hier wurden wir liebevoll empfangen und versorgt. Ein Teil der Gruppe beendete hier ihren Lauf und für den Rest gab es jetzt nur noch läppische 12 km bis zum Ziel zurück zu legen. Aufgrund der Streckenbeschreibung stand uns aber noch einiges bevor und es gab mir „Berge“ zu denken. Bei herrlichem Badewetter liefen wir über frisch gemähte Sommerwiesen in bezauberndem, leicht profiliertem Gelände in erstaunlich kurzer Zeit nach Münster und weiter nach Maibach.- und ich wartete immer noch auf den beschriebenen steilen Anstieg. Ich genoss das lockere Traben, die wunderbare Wärme und die herrliche Landschaft. Von hier führte die Strecke ein bisschen bergauf und vor dem Waldeingang wurden wir noch mal mit Getränken versorgt. Nun nahmen wir die letzten Kilometer in Angriff. Auf dem Weg durch den Wald duftete es immer mal wieder nach Walderdbeeren und ab und zu wehte ein kühles Lüftchen um unsere Nasen. Das fröhliche Geplauder hatte inzwischen aufgehört – vermutlich waren alle sprachlos vor Staunen ob des wunderschönen Panoramas. Als wir wieder aus dem Wald kamen war das Ziel zum Greifen nah – und ich wartete immer noch auf den steilen Anstieg!?! Jetzt nur noch runter nach Bodenrod, einen kleinen Schlenker durch den Ort und dann nix wie rauf zum Sportplatz, wo wir mit großem Jubel und Beifall empfangen wurden. Hier war für unser aller leibliches und seelisches Wohl bestens gesorgt – und ich überlegte immer noch, wo denn eigentlich dieser entsetzlich steile Anstieg war oder hatte mich vielleicht ein Laufgott am heutigen Tag mit Flügeln ausgestattet?
Fazit: Es war gar net so heiß und es war gar net so steil – aber phantastisch.
Dagmar Löw, am 18/19.06.2006
|  |  |
 |  |  |
|
|
|
|