46. RWE Essen Marathon rund um den Baldeneyesee am 12. Oktober 2008:

Da wir für Frankfurt eine 4 Stunden-Projektgruppe am laufen haben, habe ich meinen "schnellen Marathon" nach Essen verlegt. Eine sehr flache Strecke rund um den Baldeneyesee, auf der ersten Runde gehts zusätzlich noch auf eine Wendepunktstrecke auf einer Schnellstrasse, auf der zweiten Runde nur noch "einmal" um den See. Eine kleine, feine und sehr traditionsreiche Veranstaltung, liebevoll ausgerichtet vom  TUSEM Essen. Start und Ziel ist am Regattahaus direkt am See gelegen.

Die Anfahrt haben wir nach 2 Stunden stressfrei am Samstag Mittag hinter uns gebracht. Ein Campingplatz am gegenüberliegenden Ufer des Sees sollte unsere Unterkunft für die Nacht sein. Die Platzwartfrau, ein laufendes Ruhrpott-Original. Brüller. Von hier aus fuhren mit unseren Fahrrädern zur Startnummernausgabe. Unkompliziert. Nudelparty für 4.- Euro. Naja, satt hats irgendwie schon gemacht. Danach haben wir den See noch komplett fertig umrundet, so hatte ich einen schönen Eindruck der Strecke bekommen.

Nächster Morgen. Frühstückchen. Duschen. Anziehen. Packen. Locker zum Start geradelt, Rucksack abgegeben und schon gings an die Startlinie. Zwischen die 3.00 und 3:15 Std. Luftballons der Zug- und Bremsläufer stellte ich mich mit dem Ziel 3:10 Endzeit auf. Schon gings los, gegen den Uhrzeigersinn wie auf der Bahn. Die ersten Kilometer liefen wie meistens ganz locker. Wie am Schnürchen zogen die Kilometerschilder in 4:28 Min./KM Schnitt an mir vorbei. Ohne Probleme KM 10, KM 15 am Wendepunkt und auch Halbmarathon perfekt in 1:34:30 abgespult. Durch gut ausgestattete Verpflegungsstellen kam ich auch gut in der Zeit bis KM 30. Bei bestem Laufwetter, nicht so neblig wie in Butzbach, kein Wind und viel Platz kam ich zu KM 35 und schwups waren 2 Minuten im Asphalt verschwunden. Irgenwie sind meine Beine wohl geschrumpft und die Kilometer gewachsen. Obwohl ich munter Läufer einsammelte konnte ich auf den letzten Kilometern dem schwächelnden Thomas in mir nichts entgegensetzen.  Die 3:10 waren also nicht mehr möglich. Kein Problem. Ziel 2: neue Bestzeit sollte kein Problem sein. Bei KM 40 zeigte die Uhr aber 3:04:20 Std. . Jemand kippte wohl Blei in meine Beinchen... Zudem schien der Zieleinlauf um die Regattatribüne zum Morgen hin verlängert worden sein. Hier überholte mich der inswischen einsame 3.15 Zielläufer, allerdings ohne Luftballon. So wähnte ich Ihn schon im Feierabend, und ließ den lonesome Anführer ziehen. Endspurt war eh nicht mehr möglich. Zieleinlauf, ich stoppe meine Uhr bei 3:15:03.....zehn Sekunden über meiner Bestzeit von 3:14:53 aus Mainz 2004. Etwa 10 Sekunden ÄrgerGrummelSchimpf....dann Freude über die gute Zeit. Nachdem das Training anfangs super gelaufen ist, super HM in Schotten, konnte oder wollte ich die letzten Wochen nicht mehr optimal trainieren. So fehlte mir dann wohl die nötige Tempohärte für die letzten Kilometer. Zudem gings mir ab mich auf den letzten Kilometern zu einem Endspurt zu pushen. Beim nächsten Mal klappts dann...

Thomas Härtel, 12. Oktober 2008