Rhein-Ruhr-Marathon : Ein toller Lauf bei idealen Wetterbedingungen

 

Da ich dieses Jahr schon einige Marathons gelaufen bin, wollte ich mir eigentlich eine kleine Pause gönnen. Aber dann habe ich mich doch als Testläufer bei Running-Pur beworben und durfte in Duisburg starten. Da ich eine weite Anfahrt habe (220km) ist die Organisation sehr wichtig. Und da gibt es viel Positives zu berichten. Trotz des Stadionumbaus ist es dem Veranstalter gelungen, einen Marathon der „kurzen Wege“ auszurichten. Es waren ausreichen Parkplätze nur wenige hundert Meter vom Start vorhanden. Die Startunterlagen konnten in der Eissporthalle ohne lange Wartezeiten abgeholt werden.

Pünktlich um 8:45 ging es dann auf die Strecke mit etwa 1.380 Startern. Beim Start war erstaunlich wenig Andrang. Auch im vorderen  Bereich war es kein Problem für ambitionierte Läufer einen guten Startplatz zu bekommen. Ich hatte mir eine Zielzeit von knapp unter 2:45 vorgenommen. Es lief schon auf den ersten Kilometern recht gut, da pünktlich zum Start Wolken den Himmel verdeckten. Die Temperatur von 16-17 Grad war ideal. Der Veranstalter war dennoch sehr gut auf hohe Temperaturen eingestellt, es gab nicht weniger als 17 offizielle Versorgungsstellen, sehr positiv. Leider war das Zuschauerinteresse besonders auf dem ersten Teil der Marathonstrecke teilweise eher gering, nur in einigen Innenstadtbereichen fanden sich stimmungsvolle Gruppen. Auf dem zweiten Teil wo auch die Halbmarathonis zu uns gestoßen sind war es deutlich besser, einige Sambagruppen machten hier richtig Stimmung. Da die Spitzengruppe eher dünn besetzt war, lief ich auf den ersten 21km mit einer kleinen Gruppe ein wenig zu schnell, um nicht ganz alleine laufen zu müssen. Halbzeit war bei 1:20:48. Sehr gut waren die Kilometerangaben: richtig und gut sichtbar, nicht alle Veranstalter schaffen das so gut wie hier in Duisburg. Bei KM 30 wurde es dann belebt auf der Strasse da ich den hinteren Teil der Halbmarathonis eingeholt hatte. Dort erwartete mich mein Vater mit einer kleinen Verpflegungsration, um Kräfte für die letzten 12 KM zu sammeln. Mit rund 1:56 bei KM 30 war ich gut im Plan. Da die Strecke ein Rundkurs war, konnten mitgereiste Angehörige Ihre Läufer leider neben Start und Ziel nur einmal sehen, natürlich ist es bei einem Zweirundenkurs für Zuschauer schöner, aber für Läufer ist eine große Runde attraktiver. Ab etwa KM 35 wurde es leider recht unübersichtlich, da Hunderte von Halbmarathonläufern zu überholen waren und die Zuschauer schwer die Gruppen auseinender halten konnten. Teilweise glich es einem Slalomlauf. Hier sollte sich der Veranstalter überlegen, wie dieses Problem in den Griff bekommen werden kann. Auf den letzen Kilometern musste ich der schnellen Anfangsphase Tribut zollen und hatte leicht schlechtere Kilometerzeiten von etwa 3:58 min. Erst beim sehr stimmungsvollen Einlauf in das neue Stadium mit tausenden von Zuschauern gelang es mir Platz 6 zu sichern – in einem Schlussspurt konnte ich einen Läufer überholen und kam mit persönlicher Bestzeit von 2:43:49 ins Ziel. Der Sieger war da schon rund 10 Minuten im Ziel ...

 

Im Zielbereich gab es dann die hochwertigen Funktions-Shirts für Finisher, endlich einmal qualitativ sehr gute T-Shirts! Es gab ausreichend Getränke, aber leider wie immer öfter außer Bananen kein Essen. Es wäre toll hier wenigstens einige Kleinigkeiten anzubieten um den ersten Hunger zu stillen. Der Massagebereich war so ausreichend, dass ich sofort meine müden Muskeln massieren lassen konnte. Durch den Stadionumbau waren die Duschen etwas schwierig zu finden, da es keine besonders gute Ausschilderung gab. Aber das ist zu verzeihen und wird nächstes Jahr bestimmt viel besser, wenn das Stadion fertig ist. Um 13:00 durfte ich dann für meinen 6ten Platz bei der Siegerehrung einen Pokal entgegennehmen, ein ergreifendes Gefühl in einem solch großen Stadium.

 

Zusammenfassend ein sehr gelungener und gut organisierter Lauf, der die weite Anreise wert war! Es hat – nicht nur wegen meiner Zielzeit – richtig Spaß gemacht.

 

Vielen Dank an Running-Pur, ohne die ich sicherlich nicht in Duisburg gelaufen wäre!

 

Marathoni

 

Marco