4. Basaltlauf in Nieder-Ofleiden am 19. September 2009!
Bernd Reich fragte mich am Mittwoch vor dem Lauf, ob ich Lust hätte einen 15km-Lauf in Nieder-Ofleiden zu absolvieren und Freunde von ihm mit unserer Anwesenheit zu überraschen. Diese Freunde, Roland und Jutta, sind mir auch nicht ganz unbekannt, wir hatten uns schon ein paar Mal auf diversen Feiern bei Reichs getroffen und es war jedes Mal sehr lustig. Also fahre ich natürlich mit.
Aber wo bitte ist Nieder-Ofleiden? Na, ca. 50km die A5 nach Norden und dann bei Homburg/Ohm abfahren. Und schließlich ist Nieder-Ofleiden ja auch weltbekannt, wie wir uns von Rolands lustiger Art nach dem Lauf haben aufklären lassen. Durch Europas größten Basalt-Steinbruch, welchen wir auch ein kleines Stück bei dem Lauf durchqueren durften, mit einer von drei weltweit stattfindenden Basaltstein-Messen mit 30- bis 40.000 Besuchern, wird Nieder-Ofleiden ja in einem Atemzug mit Los Angeles und Paris genannt. Oh, wir Unwissenden J!
Wir kommen gegen 12.30 Uhr in N.-O. an, als gerade der Kinderlauf startet. Roland ist auf der Strecke als Posten, aber Jutta hat als Mitarbeiterin einer Apotheke einen Stand, an welchem Sie Blutdruck und Blutzuckerspiegel misst. Also, sage ich mir, einmal Blutdruck- und Pulsmessung vor und nach dem Lauf. So zum vergleichen. Und stelle dabei fest, ich bin die Ruhe selbst. 51er Ruhepuls vor dem Lauf. Klasse.
Dann gehen wir zur Anmeldung. Nette Leute dort. Und Bernd stellt fest, dass die gute Frau an der Anmeldung die Mutter einer Arbeitskollegin aus FFM ist. Mich fragt sie, als ich den Anmeldezettel abgebe, ob wir verwandt wären, sie wäre eine geborene Engel. „Klasse“, antworte ich, „ich auch“. Und wir lachen alle. Merke schon, wird heute lustig.
Haben jetzt noch viel Zeit zum umziehen, Start ist erst um 14.30 Uhr. Bernd will heute mal wieder schnell laufen. Ich will es eher ruhiger angehen lassen. Und Roland läuft nur den 6,4km-Lauf, welcher aber zur gleichen Zeit startet. Da ich auf der landschaftlich schönen, aber welligen und nicht ganz einfachen Strecke eher mit gesellschaftlicher Langeweile rechne, schnalle ich mir meinen MP3-Player. Während Bernd ziemlich weit vorne steht, ist meine Startposition weiter hinten. Und plötzlich tippt mir kurz vor dem Start jemand auf die Schulter und sucht auf meinem grünen Laufshirt den Spruch „Net schnell aber grell“. Habe allerdings das andere „Grüne“ an. Man, noch mehr Überraschungen heute, „Hallo Katja“. Frauke und ich haben Katja 2008 beim 30km-Lauf in Garbenteich kennengelernt und sind mit ihr damals den größten Teil zusammengelaufen. Ich habe sie dann nochmals im Oktober beim HM in Trais/Lumda getroffen. Und hier erkennt sie mich dann dank meines grünen Shirts in der Menge. Nach kurzer Begrüßung besprechen wir unsere Laufstrategien für heute, diese sind sehr identisch und wir beschließen zusammen zu laufen und uns dabei gegenseitig unsere Laufereignisse des letzten Jahres und sonstiges zu erzählen. Deshalb lasse ich die Musik weg und habe so einen kurzweiligen Lauf.
Wir laufen trotz des recht warmen Wetters doch recht flott, überholen auch noch Roland auf dem 6,4km Kurs und freuen uns schon auf das Stück im kühlen Wald. Es geht gleich am Anfang bergauf und die Laufuntergründe wechseln zwischen Asphalt, Wiese und Schotter- und Waldboden. Ist manchmal anstrengend.
Vor uns läuft ca. 10km lang eine junge Frau, welche wir wohl auch auf Grund unseres Gequatsches nicht überholen können, uns fehlt dazu dann einfach die Kraft. Und die Läuferin hat bestimmt gedacht, hoffentlich überholen die bald, das ist ja nicht zum aushalten J. Naja, wir tun ihr dann ca. 1km vor dem Ziel den Gefallen, bedanken uns dafür, dass sie uns die ganze Zeit gezogen hat und bieten dann an, sie bis ins Ziel zu ziehen. Sie probierte dann auch an uns dran zu bleiben.
Ca. 400m vor dem Ziel wartete Bernd auf mich und machte große Augen, als ich nicht allein kam, sondern in Begleitung eines „Pinkie“. Denn Katja hatte ein pinkes Laufshirt an. Natürlich haben wir deshalb auch ein paar kleine Abwerbungsversuche unternommen J.
Nach 1.24.36 Std. kam ich dann als 44. (17. M40) ins Ziel. Katja kam als 9. (3. W30) eine Sekunde vor mir an. Auch wenn wir die ganze Zeit zusammen gelaufen sind und eigentlich auch gemeinsam ins Ziel laufen wollten, in den Zielkanal ging halt nur einer rein.
Und Bernd, der Superrenner, hat einen tollen Lauf absolviert, kam nach 1.08.35 Std. als Gesamt-8. ins Ziel. Da die Altersklassen in Zehnerschritten aufgeteilt waren, kam Bernd dort als 2. M40 an. Er verpasste leider den Alterklassensieg und damit einen Preis (es wurde nur der 1. mit einem Geschenk bedacht) um 17 Sekunden. Umso ärgerlicher, weil er den 1. M40 vor sich gesehen hat und diesen nicht attackierte, weil er nicht wusste, dass sie in derselben Alterklasse laufen. Nach eigener Aussage hätte er ihn noch überholen können, hat dies aber nicht getan, weil er nicht damit gerechnet hat, hier selbst um einen Preis zu laufen. Und so ist Bernd leider wieder mal nur 2ter. Aber nächstes Jahr greift er wieder an. Irgendwann gewinnt auch er (und wir drücken ihm dafür die Daumen).
Nach dem Lauf setzen wir uns dann noch zusammen, quatschen ne Menge Blech, schauen uns die Siegerehrungen an, trinken 2 Erdinger alkfrei (Roland hab Dank, er „brauchte“ allerdings richtiges Bier) oder Kaffee, bevor sich erst Katja von uns und wir uns dann von Roland und Jutta verabschiedeten.
Bernd und ich hatten jedenfalls viel Gefallen an der familiären Atmosphäre des Basalt-Laufes und wollen nächstes Jahr wieder hin. Im Gegenzug will Roland mit einigen Leuten vom SV-N.-O. zu unserem „Mitlauf“ kommen (wenn Bernd endlich mal wieder anwesend ist, schließlich verbindet man so was ja gerne zusammen mit Freundschaftsbesuchen).
Viele Grüße
Matthias