ARQUE-Lauf 2006

von Matthias Engel, November 2006  

Am Sonntag früh um 6.45 Uhr holte mich Sylvia zu Hause ab, um nach Kelkheim zu einem langen Lauf über 33,735 km ohne Zeitwertung zu fahren. Der ARQUE-Lauf ist ein Benefiz-Lauf zugunsten von Geburt an querschnittgelähmten Kindern. Es gibt 5 Laufgruppen, welche von Pace-Makern begleitet werden, um jedem Läufer nach Können seine Geschwindigkeit zu ermöglichen. Die erste Gruppe läuft einen 4.30 Min-Schnitt und dann bei jeder nachfolgenden Gruppe eine halbe Minute langsamer bis zu einem 6.30 Min-Schnitt.  

In dieser letzten Gruppe haben Sylvia und ich uns eingeordnet. Sylvia wollte nach dem HM in Kelkheim dieses Jahr und den ca. 25 Kilometern beim Staffel-Marathon in FFM ausprobieren ob es noch weiter geht. Deshalb war der ARQUE-Lauf ideal dafür und die Pacemaker machten auch eine hervorragende Arbeit. Der Schnitt wurde bis ca. KM 26 ziemlich gut eingehalten, danach wurde die Gruppe etwas langsamer, aber von den Pacemakern immer recht gut zusammen gehalten. Sie kündigten auf der ganzen Strecke mit Trillerpeifen im Weg stehende Pfosten, Schilder und sonstige Hindernisse an und blieben bei diesen mit erhobener Hand stehen, damit sich keiner verletzt (wirklich gute Arbeit).

 

Nach einem verregneten Start, aber bei guter Stimmung (jeder riß irgendwelche Witze), ging es durch Kelkheim und ca. bei KM 2 trafen wir mit der anderen 6.30er Gruppe vom Startplatz am Reis zusammen (es wurde an 2 Plätzen gestartet). Gutes Timing. Durch ein großes Waldstück (und mitten im Wald eine Blaskapelle, 7 an der Zahl, Zwerge?) liefen wir nach und durch Hofheim. Am Ausgang von Hofheim dann der erste Verpflegungspunkt. Dort gab es Cola, Tee und die letzten Bananen vor der Autobahn. Aber pünktlich zum verpflegen setzte der Regen wieder ein und es wurde einem schnell kalt. Als wir wieder losgelaufen waren hörte der Regen auf. Weiter ging es durch Weilbach über die Flörsheimer Warte durch die Weinberge und nach Hochheim zum Mainuferweg, über Mainz-Kostheim und –Kastel und über die Theodor-Heuss-Brücke zum Dom in Mainz. Die Strecke ist landschaftlich eigentlich sehr schön, allerdings störte heute das schlechte Wetter oftmals um eine herrliche Aussicht genießen zu können. Bei diesen Wetterverhältnissen und nach der Theodor-Heuss-Brücke war ich froh endlich angekommen zu sein. Sylvia musste ich vor der Brücke etwas davon ziehen lassen, eine Verletzung und die dadurch bedingte Umstellung des Laufstils hat mich doch ziemlich Kraft gekostet.

 

Nachdem wir uns in Mainz verpflegt (danke an Sylvia, ich hatte leichte Kreislaufprobleme und sie hat Getränke und Essen organisiert) und umgezogen haben, ging es mit den bereitgestellten Bussen zurück nach Kelkheim.

 

Mit läuferischen Grüßen

Matthias