Erster !!!!!! ...beim Duschen

6 Stunden lang im Kreis rennen ??? Da denken doch die Meisten von Euch die sind BallaBalla.

Und was soll ich sagen....ihr habt da schon ein wenig recht.

360 Minuten lang auf einer 1145 Meter langen Runde immer runderum.

Also versuche ich mal Euch zu überzeugen......erster Punkt: schon nach der ersten Runden kennt man die Strecke und kann sich voll aufs Laufen konzentrieren. Zweiter Punkt: Man kennt Anfangs- und Endzeit. Dritter Punkt: Alle Teilnehmer laufen 6 Stunden, der langsamste und der schnellste sind innerhalb der gleichen Runde.....wir laufen zusammen keiner läuft allein...und weiter: alle 1145 Meter (hier in Rotenburg) kommt man an einen Verpflegungsstand. Hier mußte/durfte man sich selber versorgen...alle Leckereien die man sich vorstellen kann waren vertreten....jede Runde wird gezählt.....jedem ist es freigestellt so viele Pausen zu wie man machen will....hier trifft man die verrücktesten Läufertypen, Sechs-Tage-Läufer, JedeWocheEinenLaufenMarathonis, kurz:Leutchen die schon alles gelaufen sind was es so gibt....

Aber nun zum Lauf: der Schlosspark und ein Weg an der Fulda, Wettkampfzentrum in der Jugendherberge. Pünktlichst zum Klang der Kirchturmglocke startet der Lauf um 10.00 Uhr. Jede Viertelstunde wird 1-4 mal das Klingelche geschüttelt, geht ja automatisch...das Feld setzt sich langsam in Bewegung, nur die wenigsten habens wirklich eilig.

Den eigenen Rhytmus findet ich relativ schnell, während ich die ersten 3-einhalb Stunden pro Runde ca. 6-6:15 Minten brauche, merke ich während der letzten 2 einhalb Stunden das zu geringe Training in der letzten Zeit. Die Marathonzeit von 3:50 Stunden ist aber doch ganz OK. Viele Läufer/innen legen immer mehr und längere Gehpausen ein, das Tempo wird insgesamt immer geringer, die fortschreitende Zeit fordert halt ihren Tribut. Eine Flasche kalte Cola hilft mir ab Stunde 4 weiter. Hunger hab ich heut keinen, während sich Andere wahre Fressgelage liefern. Spass muss es machen....besonders die letzte Stunde geht dann wieder schneller um, in der letzten Viertelstunde kann ich gar mein Anfangstempo wieder aufnehmen und kann die Fahne mit meiner Startnummer, die bekommt jeder kurz vor Ende des Rennens, genau 1 Meter vor Ende der 54 Runde direkt vor den Rundenzählern in den Boden rammen. Und jetzt noch zu meiner Tasch und zur Dusche in der Jugendherberge: Einzelkabinen mit heißem Wasser, und hier bin ich das erste mal nach einem Rennen allererster....schööööön.

Bericht und Ergebnisse unter www.waldhessenlauf.de

Thomas Härtel

25.03.2006, 21:58 Uhr